Grußwort von Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister der Stadt Augsburg

Wenn ich heute, vor dem Hintergrund der Entwicklungen der letzten 60 Jahre, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 lese, beeindruckt mich die Tatsache, dass wir keine neuen Deklarationen und Verpflichtungen benötigen. Es ist alles schon formuliert und verabschiedet, sie ist heute so aktuell wie damals.
Beide Regelwerke, die Menschenrechtserklärung von 1948 und das ein Jahr danach verabschiedete Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, stehen in einem untrennbaren Zusammenhang. Sie sind Reaktionen auf eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts, den Zweiten Weltkrieg. Beide sind Versuche, mit Mitteln des Rechts darauf hinzuwirken, dass sich eine solche humanitäre Katastrophe niemals wiederholt. Der Schutz der Würde des Menschen ist daher der zentrale, verfassungsrechtlich geschützte Wert des Grundgesetzes.
Die Grundlagen unseres Gemeinwesens in Erinnerung zu behalten und zeitgemäß fortzuentwickeln, ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Ihr sind wir alle verpflichtet. Daher begrüße ich das Engagement der Augsburger Baptistengemeinde, die Menschenrechtserklärung mit einer Ausstellung ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Die Künstlerin Antje Wichtrey, die ihre Werke in den Gemeinderäumen präsentiert, tut dies mit ihren schlichten und wirkungsvollen Holzschnitten und einem offenen Ausstellungskonzept, das zu einer aktiven Beschäftigung mit der Menschenrechtserklärung anregen will. Gerne habe ich dafür die Schirmherrschaft übernommen.
Mein Dank gilt ihr, aber auch der Augsburger Baptistengemeinde, die mit dieser Ausstellung das Thema Menschenrechte in unsere Stadtgesellschaft hineinträgt. Ich wünsche der Ausstellung viele – vor allem junge – Besucher und eine rege Teilnahme am Kunstwettbewerb.

21. Mai 2012:
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
2.Chronik 30,18.19
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.
Jakobus 4,8

