Seit 1989 widmet sich die Künstlerin, die in Hildesheim Kulturpädagogik studierte, vorwiegend dem Holzschnitt. Ihr Schaffen wurde bisher von so unterschiedlichen Werken wie Christa Wolfs "Kassandra", dem "Buch der Fragen" von Pablo Neruda oder dem "Hohelied der Liebe" aus dem AT inspiriert. Sie veröffentlichte darüber hinaus individuell gestaltete Künstlerbücher in kleinen Auflagen, die sich z.B. mit "An die Sonne", von I. Bachmann, "Und ich sehe die Wüste" von Max Frisch, mit dem Psalm 23 oder dem Don Quijote beschäftigen.
Für das hier zu sehende Projekt "Menschenrechte" wählte sie beispielsweise 14 Artikel der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948, und stellte dem Schriftlaut der Artikel ausdrucksstarke Holzschnitte zur Seite. In Form und Farbgebung sehr reduziert treten diese nicht in Konkurrenz zu den Texten, sondern unterstreichen deren allgemeinen Gültigkeitsanspruch und regen den Betrachter dazu an, sich mit dem Wortlaut dieser Erklärung zu befassen. Auf den Bildern geht es nicht um das Individuum, sondern um den Menschen schlechthin. Auf diese Weise werden die Motive zu Bildchiffren, die für die Einhaltung oder die Missachtung der Menschenrechte überall auf der Welt stehen können.
Ausstellungen von Antje Wichtrey waren bereits in München, Hamburg, Frankfurt, Bonn, Mainz, Hannover, Emden, Freiburg, aber auch außerhalb Deutschlands in Antwerpen, Madrid, Santiago, und natürlich Granada, ihrem Wohnort, zu sehen.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Künstlerin:
www.antjewichtrey.com
21. Mai 2012:
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
2.Chronik 30,18.19
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.
Jakobus 4,8

